<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><?xml-stylesheet title="XSL formatting" type="text/xsl" href="http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/xslt" ?><rss version="2.0"
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
  xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
<channel>
  <title>eurogeneration - Ideen</title>
  <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/</link>
  <description>Das Europa einer neuen Generation</description>
  <language>de</language>
  <pubDate>Thu, 07 Aug 2008 16:45:16 +02:00</pubDate>
  <copyright></copyright>
  <docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
  <generator>Dotclear</generator>
  
    
  <item>
    <title>Diskriminierung oder Missverständnis? Italien sieht sich unter Beschuss</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/05/30/Spot-tedesco-razzista-e-catenaccio-politics%3A-quando-lItalia-si-sente-sotto-assedio</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:852bfc5e4868963f4299741cabbd3eb9</guid>
    <pubDate>Wed, 04 Jun 2008 18:47:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;Soll das die Eurogeneration sein?
&lt;/p&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/hE-ZaPpYapA&amp;hl=en&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/hE-ZaPpYapA&amp;hl=en&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;

&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie sollen wir diesen Spot verstehen?
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;1. Er ist &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://www.tgcom.mediaset.it/mondo/articoli/articolo415590.shtml&quot;&gt;rassistisch&lt;/a&gt; und aggressiv. So versteht ihn auch der italienische Botschafter in Berlin, Antonio Puri Purini, der seinen Protest öffentlich formuliert hat. Ebenso die Abgeordnete der demokratischen Partei (Pd) für die Auslandsitaliener in Deutschland, Laura Garavini, die zum &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://www.ilmessaggero.it/articolo.php?id=24960&amp;amp;sez=HOME_NELMONDO&quot;&gt;Boykott von Media Markt aufruft&lt;/a&gt;. Sie hatte tatsächlich Erfolg: Media Markt hat den Spot zurückgezogen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2. Er ist einfach nur lustig. Man muss nur eine Weile durch die Welt gereist sein, Freunde im Ausland haben, um zu erkennen, dass die paar Witze über die Italiener dem freundschaftlichen Miteinander in Europa keinen Abbruch tun.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Keine Frage, Eurogeneration schließt sich natürlich der zweiten Antwort an und erklärt die trotzige Defensive, in die sich Italien in den letzten Tagen hineinmanövriert hat, für absolut unangebracht. Dennoch sieht sich das Land, und zwar von allen Seiten, unter Beschuss genommen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und das nicht nur durch die Werbung. Minister &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://www.repubblica.it/2007/12/sezioni/cronaca/sicurezza-politica-2/piano-antiromeni/piano-antiromeni.html&quot;&gt;Maroni&lt;/a&gt; will das Schengen-Abkommen, das europaweit freie Aus-und Einreise gestattet, neu verhandeln, um rumänische Einwanderer draußen zu halten. Man entrüstet sich über die weltweite Verwunderung angesichts der Bewältigungsversuche des italienischen Müllproblems. Dagegen hüllt sich die Demokratische Partei (Pd) in Schweigen, wenn es um die fremdenfeindlichen Tendenzen im neuen Sicherheitspaket oder um die Kungeleien der neapolitanischen Justiz geht. Auch im Pd fürchtet man sich vor den Rumänen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Roberto_Donadoni&quot;&gt;Donadoni&lt;/a&gt; wird zwar alle Kräfte aufbieten, um die italienische Mannschaft mit dem nötigen Kampfgeist in die Europameisterschaft zu schicken. Dennoch hat das politische Italien hat bereits den Rückzug angetreten und geht in die Verteidigung. Hier ist &lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Catenaccio&quot;&gt;&lt;em&gt;catenaccio&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; angesagt.&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/05/30/Spot-tedesco-razzista-e-catenaccio-politics%3A-quando-lItalia-si-sente-sotto-assedio#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/05/30/Spot-tedesco-razzista-e-catenaccio-politics%3A-quando-lItalia-si-sente-sotto-assedio#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/179</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Die Post-Erasmus-Depression: Wer sie kennt, wird sie zu vermeiden wissen</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/03/28/Depressione-post-Erasmus-chi-la-conosce-la-evita</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:45f0765118546879792c3fdd5ff7d5a6</guid>
    <pubDate>Sun, 30 Mar 2008 20:06:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 1em 1em 0; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/ineuropa.bmp&quot; /&gt;In dieser Woche steht Eurogeneration Rede und Antwort in der Radiosendung &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://www.radio.rai.it/radio1/ineuropa/&quot;&gt;„In Europa“&lt;/a&gt; auf Radio Uno. In dem Gespräch mit Tiziana Di Simone geht es um die Post-Erasmus-Depression, zu der wir schon mehrere Beiträge veröffentlicht haben, nämlich:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;&lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/15/Depressione-post-Erasmus&quot;&gt;Die Post-Erasmus-Depression&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;&lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/17/Ce-una-vita-dopo-lErasmus-fuori-dallItalia-Parola-di-Fiorella&quot;&gt;Flucht nach vorne: Es gibt ein Leben nach Erasmus&lt;/a&gt;. Das Interview mit Fiorella&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;&lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/02/02/Le-5-regole-doro-per-un-Erasmus-coi-fiocchi&quot;&gt;Fünf Lektionen für die Erasmusstudenten von morgen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Außerdem will ich Euch hier auf eine Reportage von Prune Antoine hinweisen, meiner französischen Kollegin – Kommentare sind, wie immer, erwünscht!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Post-Erasmus-Syndrom: Droht die Depression?&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Erasmus = Party + Flirts non stop, und das alles in einem anderen Land. Doch wieder ‚zu Hause‘ verfallen viele Studenten in eine Art Depression, eine Mischung aus Nostalgie und Apathie. Heißt das, die Zeit der Unschuld ist vorbei?&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Wer kennt das nicht, nach dem Ende der Erasmuszeit, dass einem das Leben zu Hause trist, die Heimatstadt hässlich, die Uni langweilig, das Fernsehprogramm öde und selbst die Freunde nervig erscheinen?“ So sagt Fiorella de Nicola, die ihre Abschlussarbeit im Fach Soziologie zur &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://www.sodeni.it/erasmus/nota.html&quot;&gt;Anthropologie des Erasmusstudenten&lt;/a&gt; verfasst hat. Was sie über das „Post-Erasmus-Syndrom“ herausgefunden hat, spricht für sich.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schwierige Landung&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Das Auslandsjahr ist eine sehr intensive Zeit, voller neuer Erfahrungen und Begegnungen, und gibt einem das Gefühl, ein bisschen „besonders“ zu sein“, so erklärt Aurélie aus Orléans, die längere Zeit in Newcastle gelebt hat. „Wieder zu Hause sieht alles viel zu einfach und langweilig aus, es fehlt das Neue, das einen die gesamte Erasmuszeit über begleitet hat.“ Juliane, die zum Sprachenstudium in Glasgow gewesen ist, ergänzt: „Wir kommen zurück und alles ist genau gleichgeblieben. Aber wir haben uns komplett verändet.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Jahr 2007 kann das Erasmusprogramm, das bekannteste Austauschprogramm für Studenten in der EU, auf zwanzig erfolgreiche Jahre zurückblicken. Eineinhalb Millionen Studenten sind losgezogen in ein anderes Land, die teilnehmenden Universitäten finden sich in allen Ecken und Enden des Kontinents und endlich funktioniert auch die Anrechnung der Studienleistungen innerhalb Europas. Ein einziger, eher negative Aspekt taucht in der offiziellen Statistik jedoch nicht auf: Ist die „Zeit der Wunder“ einmal vorbei, fällt ein Großteil der Studenten in ein emotionales Loch. So mancher entzweit sich mit den Freunden von damals, weil diese die Erfahrungen oder auch das idealisierte Bild des jeweils anderen Landes nicht teilen können oder wollen. Diese Schwierigkeiten, wieder im Alltag zu landen, nach einem Jahr dolce vita zwischen Fiesta und Wodka, führen in einzelnen Fällen zu ernstzunehmenden Depressionen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;„Wegfahren ist leichter als zurückkehren“&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Erasmus stellt heute eine Art Initiationsritus dar,“ bestätigt Christophe Allanic, klinischer Psychologe und Spezialist für Auslandserfahrungen. „Die Heimatstadt und die Eltern zu verlassen und sich in einer fremden Umgebung, mit anderen, zurechtfinden zu müssen, ist eine Probe“. Und wenn man diese bestanden hat, steht mit der Rückkehr eine weitere bevor. „Wegzufahern ist wesentlich leichter als zurückzukehren“, warnt Allanic.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Wer einmal unabhängig war, kehrt nicht so leicht ins Nest zurück“, sagt Domenico, 28 Jahre, Präsident der Studentenorganisation &lt;a hreflang=&quot;en&quot; href=&quot;http://planeterasmus.net/&quot;&gt;„Planeterasmus“&lt;/a&gt;. „Am schlimmsten ist es für diejenigen, die in einer kleinen Stadt leben und vorher noch nie weg von Zuhause waren“, fügt er hinzu. Dann ist erst einmal Schluss mit „Tiramisù-, Tortilla- und Quiche-Lorraine-Abenden“, mit alkoholgetränkten Diskussionen auf Polnisch oder Italienisch, mit Wohnen im Stil der Auberge Espagnole!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Man muss sich wieder an die Normalität gewöhnen“, sagt Mina, 21 Jahre. Das heißt auch, dass die Entschuldigung wegen Sprachschwierigkeiten nicht mehr zählt, dass man eben nicht mehr einfach „anders“ ist, keine exotische Seltenheit mehr, sondern einer wie jeder andere.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fremd in der Heimat&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Werden die Studenten mit dieser deprimierenden Erfahrung alleine gelassen, fühlen sie sich oft fremd in ihrem eigenen Land und manchmal sogar innerhalb ihrer Familie, die die Bedeutung des Auslandsjahres nicht in dem Maße begreifen kann. „Wie soll ich eine so intensive Erfahrung in ein paar Sätzen beschreiben?“ fragt Pauline, 21 Jahre, von denen sie eines in Irland verbracht hat. Unterstützung erhalten viele Studenten von Organisationen für Ex-Erasmus, die „International Partys“ veranstalten oder sich gleich als &lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://www.cafebabel.com/de/article.asp?T=A&amp;amp;Id=856&quot;&gt;‚Euro-Paar‘&lt;/a&gt; zu versuchen. Das alles in der Hoffnung, die goldene Zeit wiederzubeleben. Agnieszka Elzbieta Dabek, die Generalsekretärin des Erasmus Student Network (&lt;a hreflang=&quot;en&quot; href=&quot;http://www.esn.org/&quot;&gt;ESN&lt;/a&gt;), bestätigt: „Viele ehemalige Erasmus melden sich bei uns, um ihre Erfahrungen weiterzugeben oder internationale Treffen zu veranstalten. Sie versuchen damit, ihr persönliches Erasmusgefühl am Leben zu erhalten“. Domenico hält es für „illusorisch“, hier auf Gemeinsamkeiten zwischen Ex-Erasmus und Erasmus-Neulingen zu spekulieren. „Am Ende bleiben die ausländischen Teilnehmer in ihrer eigenen Gruppe, anstatt sich mit den Einheimischen auszutauschen.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotzdem ist diese Art der „Trauerarbeit“, zwischen Depression und Idealisierung „absolut normal“, meint Allanic. Zumindest wenn sie nicht länger als einige Wochen dauert. In Wirklichkeit zeigen diese sentimentalen Phasen den Übergang ins Erwachsenenleben an und damit den Verlust eines kindlichen Ideals. „Alles ist darauf ausgerichtet, die jungen Menschen in Europa zu einem Auslandsaufenthalt zu ermutigen, das ist bestens organisiert. Aber an das „Danach“ hat keiner gedacht“, kritisiert Allanic.
Hier sind die Universitäten gefragt: Sie sollen sich um die Rückkehr ihrer Studenten kümmern, sie auch in diesen Übergangsphasen begleiten, „ohne die die Erfahrung auch in einer Katastrophe enden kann. Schließlich sind es die Erwachsenen, die den Jungen beim Erwachsenwerden helfen sollen.“&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/03/28/Depressione-post-Erasmus-chi-la-conosce-la-evita#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/03/28/Depressione-post-Erasmus-chi-la-conosce-la-evita#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/171</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Gordon Brown: so vorsintflutlich wie die englischen Steckdosen!</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/03/07/Dio-stramaledica-le-prese-inglesi</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:102c07bbeb8ce938badcdfe4197e8869</guid>
    <pubDate>Tue, 18 Mar 2008 11:20:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;Der 5. März war ein besonderer Tag: Ich habe ihn in London verbracht – London zur Zeit Gordon Browns des Ersten. Kurz zuvor hatte dieser in einer  hitzigen Debatte im Parlament das von Blair angekündigte Referendum über die Europäische Verfassung abgelehnt, weil sie nun als Lissabon-Vertrag firmiert. Bekanntlich unterscheidet dieser sich nicht wesentlich vom alten Verfassungsvorschlag, aber die New Labour – und mit ihr die autistisch veranlagten politischen Eliten des Alten Kontinents – bestätigt hier nur die Linie der Euroskeptiker.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 1em 1em 0; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/London/.Photo_030508_008_s.jpg&quot; /&gt;Aber der 5. März war trotzdem ein schöner sonniger Tag. Ich mache also einen Spaziergang vom Bahnhof St. Pancras zur Old Street. Hier links ein Graffiti am Trafalgar Square, mit Big Ben im Hintergrund.
&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/London/sole.bmp&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Besonders auffällig: Die Engländer scheinen das Licht nicht gewöhnt zu sein, die italienischen Turistinnen haben bereits die unvermeidliche Sonnenbrille ausgepackt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich treffe einen alten Studienfreund und echten Babelianer der Eurogeneration, Alberto, der eine &lt;a hreflang=&quot;en&quot; href=&quot;http://unltdworld.com/&quot;&gt;Community für Unternehmen im sozialen Interesse&lt;/a&gt; leitet. Chapeau! Als ich ihm cafebabel.com vorführen will, scheitert das – wie so oft – an den englischen Steckdosen. Immer diese vorsintflutlichen Kommunikationsbarrieren!
&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 0 1em 1em; float: right;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/London/.Photo_030508_015_s.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Später bin ich mit Annette aus der Londoner Lokalredaktion von cafebabel.com verabredet, die auch Mitveranstalterin der Diskussionsrunde an der London School of Economics ist, an der ich teilnehmen werde: &lt;a hreflang=&quot;en&quot; href=&quot;http://www.cafebabel.com/de/evts/event.asp?T=A&amp;amp;Id=567#item1&quot;&gt;„Neue Medien und Demokratie in Europa“&lt;/a&gt;. Bei einem Abstecher in den Supermarkt stelle ich fest, dass die Preise in London weit niediger sind als zu Zeiten vor der Einführung des Euro in Italien, als ich nach dem Abitur zwei Monate in England war. Aber wahrscheinlich sind die Preise bei uns einfach gestiegen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/London/.Photo_030508_013_m.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich erinnere mich an einen wunderbaren Abend aus dieser Zeit, an dem ich mit meinem Kumpel Luca, einem schottischen Yuppie und einer Reihe Passanten Musik genau vor diesem Geschäft in Covent Garden Musik gemacht habe. Heute heißt es kurioserweise „French connection“.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Covent Garden, in Neal‘s Yard, gibt es ein &lt;a hreflang=&quot;en&quot; href=&quot;http://www.nealsyardsaladbar.com/&quot;&gt;Lokal, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint&lt;/a&gt;. Dort treffe ich Zsofia, eine Ungarin, die am College of Europe studiert hat und nun als Pressereferentin des &lt;a hreflang=&quot;en&quot; href=&quot;http://www.ecfr.eu/&quot;&gt;European Council on Foreign Relations&lt;/a&gt; arbeitet, ein neues Studienzentrum, das von George Soros gesponsort wird und als „erster paneuropäischen Think-Tank“ bezeichnet wird.
&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/London/.Photo_030508_010_m.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer Seitenstraße von Neal‘s Yard finde ich diesen schönen Satz, der meiner Reise ein bisschen Magie verleiht: „Lebe das Leben, wie du es dir erträumt hast“.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 1em 1em 0; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/London/.Photo_030508_014_s.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht entgehen lassen solltet Ihr Euch diesen sympathischen Gelegenheitsphilosophen.
&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 0 1em 1em; float: right;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/London/.Photo_030608_001_s.jpg&quot; /&gt;Nach der Diskussion, in der mich vor allem Andreas, der Autor des Euroblog Kosmopolit, sehr beeindruckt, verlagern wir uns in den Pub und danach zu Annette nach Hause, wo ich einen Schnappschuss von ihrem Nachttisch mache: vier Bücher in vier verschiedenen Sprachen. Tja, so gehört sich das für die Babelianer.
&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 1em 1em 0; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/London/.Photo_030608_004_s.jpg&quot; /&gt;Am nächsten Morgen treffe ich in der Nähe des neuen Bahnhofs von St. Pancras, von wo mein Eurostar nach Paris startet, noch auf diese skurrile Person.
Ein letzter Gruß aus swinging London.</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/03/07/Dio-stramaledica-le-prese-inglesi#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/03/07/Dio-stramaledica-le-prese-inglesi#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/166</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Mark Lenders, Wau wau und die Küsschen</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/02/10/Mark-Lenders-bau-bau-e-il-bacetto</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:603251970437cf9bfa9cedcba9044304</guid>
    <pubDate>Mon, 11 Feb 2008 10:50:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;Die Frage des Tages: Wenn sich Babelianer im Ausland über sogenannte „kulturelle“ Differenzen austauschen – welche sind ihre Lieblingsthemen? Hier die Top Five der beliebtesten Sujets – nicht ohne eine Prise Selbstironie, versteht sich:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 1em 1em 0; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/derrick.jpg&quot; /&gt;&lt;strong&gt;1. Zeichentrickfilme&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus der Reihe: „Japan vereint Europa“. „Holly e Benji“ in Italien, in Frankreich bekannt als „Olive et Tom“, in Deutschland einfach „Die tollen Fußballstars“ – Fußball und kein Ende. Das aufregende Auf und Ab während des Spiels. Die Derrick-Zwillinge mit ihren Hasenzähnen. Mark Lenders mit den aufgekrempelten Ärmeln als ‚Retter der Gerechten‘. Ach ja, wie war es schön...
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Tiergeräusche&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist doch immer wieder amüsant, festzustellen, dass der Hund in Deutschland „Wau, wau!“ und in Frankreich „Ouaf, ouaf!“ macht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Begrüßungsrituale&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Franzosen geben sich Küsschen, aber nur jeweils Frauen untereinander und die Männer untereinander. Bei Italiener wird hingegen nur ‚geküsst‘, wenn man sich kennt, und dann erst links und dann rechts (Verwechslungen führen da immer wieder zu peinlichen ‚Zusammenstößen‘ ...). In Genf sind es immer drei Küsschen. In Deutschland tut es meist auch ein kumpelhafter Schlag auf die Schulter... &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Wann wird gegessen?&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Spanier essen erst um drei zu Mittag. Die Mailänder um halb eins. Die Neapolitaner um zwei.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Regierungssysteme&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kann sein, dass du als Spanier die diversen (Un-)Abhängigkeitsverhältnisse im Parlament selbst nicht ganz durchschaust. Kann sein, dass du als Franzose die „Demonarchie“ mit ihrem „Präsendentenkönig“ als nationale Spezialität erkennen musst. Kann sein, dass während deines Erasmusjahrs zuhause die „Kise“ anbricht und du dich auf einmal für das Parteienchaos und den Auftritt von Clemente Mastella verantworten sollst.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer dasselbe? Kann schon sein. Aber wer lässt sich schon den Spaß entgehen, mit dem Rest Guinness auf den Lippen von Mark Lenders zu schwärmen und dabei die Reihenfolge der Küsschen zu verwechseln?&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/02/10/Mark-Lenders-bau-bau-e-il-bacetto#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/02/10/Mark-Lenders-bau-bau-e-il-bacetto#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/151</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Fünf Lektionen für die Erasmusstudenten von morgen</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/02/02/Le-5-regole-doro-per-un-Erasmus-coi-fiocchi</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:9db32e0c1879b4d02709dba216948048</guid>
    <pubDate>Sun, 03 Feb 2008 00:18:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;Viele Tausend Studentinnen und Studenten aus ganz Europa sind wieder zu neuen Ufern aufgebrochen: in eine andere Stadt in einem anderen Land, wo sie ein Erasmus-Semester verbringen werden. Eurogeneration gibt ihnen – oder Euch! – ein paar Tipps mit, damit dieser Aufenhalt nicht nur erfolgreich, sondern auch unvergesslich sein wird! (So wie mein Erasmus-Jahr in Strasburg - wo wir uns die &lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://www.aubade.com/lecons/&quot;&gt;Lektionen&lt;/a&gt; der Firma Aubade auch nicht haben entgehen lassen.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/.marina2_m.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Erste Lektion&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Integriert Euch...
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Rom nannte man sie die spanische Mafia. Gemeint waren diese Horden von Spaniern, die am Samstag Abend durch die Stadt irren und nie eine Kneipe finden, in die alle hineinpassen. Meist endete das Ganze in einem altbekannten Botellón – es gibt Tortilla und am Ende liegen alle mit vollem Bauch in der Ecke. Ich kenne mich da aus, denn ich war einmal als einziger Italiener mit einer dieser Gruppen im Rom unterwegs. Bitte, Leute, so nicht. Auch die Italiener, stolz wie sie sind auf die Fettuccine della Mamma, neigen übrigens zum Tortilla-Syndrom.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um die Leute vor Ort kennenzulernen
&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;sucht Euch eine Wohnung, die Ihr mit einheimischen Studenten teilt,
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;geht zum Uni-Sport
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;oder eben an die Uni...&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zweite Lektion&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;... behaltet ruhig Euren Akzent.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Integration heißt nicht: Assimilation. Ihr müsst die Landessprache nicht akzentfrei beherrschen. Übertriebene Anpassung wirkt oft sogar lächerlich. Meistens merkt man ja doch gleich, wo Ihr herkommt. Ein bisschen Exotik ist schließlich interessant. Organisiert ein Abendessen und führt den Anderen Eure heimische Küche vor. Bringt Eure Musik mit (Ihr müsst ja nicht vorsingen...). Und so weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dritte Lektion&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorurteile sind Nachteile
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seid vorsichtig mit Stereotypen: sowohl was Eure Heimat als auch was die Stadt angeht, in der Ihr zu Gast seid. Die meisten Vorurteile lassen sich vor Ort relativieren. Und Achtung: Eine bestimmte Stadt ist nicht repräsentativ für das ganze Land – wenn Ihr in Paris seid, kennt Ihr vielleicht Paris, aber nicht gleich ganz Frankreich. In Korsika oder in den Pyrenäen sieht es anders aus. Und als Erasmus-Student ist es nochmal anders. Was für paradiesisch scheint, kann für die Einheimischen die Hölle sein. Also hütet Euch vor den üblichen Sprüchen, die Leute nach vermeintlichen Kochkünsten ('Nicht mal Pasta können sie machen') oder sehr allgemeinen Charaktereigenschaften ('Die sind alle kühl und nordisch - oder eben zu heißblütig') zu klassifizieren suchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vierte Lektion&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Werdet aktiv – auch außerhalb der Uni!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Du interessierst Dich für Journalismus? Vielleicht gibt es vor Ort eine Studentenzeitung, an der Du mitarbeiten kannst! Oder willst Du lieber etwas im sozialen Bereich machen? Da gibt es in jeder Stadt eine Menge Möglichkeiten, aktiv zu werden! Viele neue Bekanntschaften, die Sprachpraxis, das alles bekommt man auch auf den Erasmus-Partys. Aber hier habt Ihr die Chance, etwas Neues, Eigenes aufzubauen. Ihr wisst ja, auch cafebabel.com ist so eine Erasmus-Idee!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fünfte Lektion&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht im Kopf „zu Hause“ bleiben!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oft beginnt der Erasmus-Aufenthalt mit Heimweh. Das wird nicht besser, wenn Ihr alle zwei Monate „nach Hause“ fahrt (bald werdet Ihr nicht einmal mehr genau wissen, &lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/30/Vado-o-torno-Il-dilemma-del-migrante&quot;&gt;wo das ist&lt;/a&gt;), dreimal am Tag dort anruft (dabei können die Daheimgebliebenen mit Euren enthusiastischen Erzählungen wenig anfangen) und mental immer „online“ sein, anstatt „abwesend“. Stürzt Euch in das neue Abenteuer – nur so könnt Ihr es voll auskosten!
&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/02/02/Le-5-regole-doro-per-un-Erasmus-coi-fiocchi#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/02/02/Le-5-regole-doro-per-un-Erasmus-coi-fiocchi#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/170</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Der Pizzabäcker und sein Pass oder: Die Mission der E-Migranten</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/01/07/Quel-pizzaiolo-col-passaporto-nella-testa-e-il-dovere-di-noi-e-migranti</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:cb6684c60ec2bb74c4cefc90c7b66827</guid>
    <pubDate>Sat, 12 Jan 2008 00:39:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 1em 1em 0; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/.pizza1_s.jpg&quot; height=&quot;162&quot; width=&quot;240&quot; /&gt;Seit 1970 arbeitet Massimo in Paris als Pizzabäcker. Damals musste er noch jedes Mal seinen Pass vorlegen, wenn er zwischen Italien und Frankreich hin- und herfuhr. Genauer: um ein- und wieder auszureisen. Denn das war immer eine aufwändige Sache, nicht so wie heute. Für Massimo aber scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. „Nach Neapel? Da fahre ich alle zwei oder drei Jahre mal wieder hin. Aber länger als eine Woche halte ich es da nicht aus. Das letzte Mal habe ich niemanden mehr getroffen, alle Straßen in den Quartieri Spagnoli waren verwaist. Dann habe ich gehört, dass sie alle verhaftet worden sind.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das mag ein eher extremer Fall sein, aber dennoch: Für viele Einwanderer und Gastarbeiter scheint es, als hätte es Reisefreiheit, Schengen, der Euro, Billigflüge, Hochgeschwindigkeitszüge, Skype – also etwa zwanzig Jahre Eurevolution und Globalisierung – überhaupt nicht gegeben. Dass jemand, ob aus Lust und Laune oder aus Notwendigkeit, einfach woanders hinzieht, spontan verreist oder sich auf die E-Migration beschränkt, damit können sie nichts anfangen. E-Migranten, ja, das passt auf uns: Heute, wo das „e“ zur „E-Mail“ passt und das lateinische „ex“ in Vergessenheit geraten lässt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 0 1em 1em; float: right;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/.pizza2_s.jpg&quot; height=&quot;169&quot; width=&quot;240&quot; /&gt;Aber zurück zu Massimo. Während er, ganz traditionell, seine Pizza zubereitet (auch wenn die Mozzarella aus Frankreich kommt), trällert er neapolitanische Schlager aus den Fünfziger Jahren – und das mit der herzerweichenden Leidenschaft einer Laura Pausini zu ihren besten Zeiten („Marco se n‘è andato...“) sowie eines Eros Ramazzotti mit dem unvermeidlichen Dauerschnupfen („Ed ho imparaaatoo che nella vitaaaa...“). Trotzdem schleicht sich ab und zu ein französisches Wort dazwischen und es entsteht ein Gemisch, ähnlich dem wenig appetitlichen seiner geschmacklosen Tomatenpampe mit den traurigen, essigtriefenden Artischocken, die er eben aus einer Schachtel aus Wer-weiß-wo fischt. Zu Weihnachten hat mir mein Vater ein italienisches Wörterbuch geschenkt, weil er der Meinung ist, ich hätte mein Italienisch verlernt. Dabei macht er Fehler, die weit gravierender sind die von uns E-Migranten – aus Rache dafür lade ich dich bei deinem nächsten Besuch zu Chez Massimò ein, Papa.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 1em 1em 0; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/.pizza3_s.jpg&quot; height=&quot;175&quot; width=&quot;240&quot; /&gt;Und wenn Massimo mal in der community von cafebabel.com vorbeischauen würde oder auf corriere.it? Wenn er das Festival von Sanremo verfolgen würde (auch wenn das eine ziemlich deprimierende Angelegenheit ist) oder sich wenigstens einen Wochenendtrip nach Venedig leistet, damit er Italien einmal von einer anderen Seite sieht? Wäre das nichts? Wenn alle Gastarbeiter – auch die Spanier in Frankreich, die Portugiesen oder die Türken in Deutschland – sich der europäischen Dimension ihrer Existenz bewusst würden, könnte die Eurogeneration einen wichtigen Verbündeten gewinnen für ihre Mission: einen &lt;em&gt;modus pensandi&lt;/em&gt; von europäischem, ja babelischem Ausmaß durchzusetzen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 0 1em 1em; float: right;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/.pizza4_s.jpg&quot; height=&quot;169&quot; width=&quot;240&quot; /&gt;Also, liebe Leser von Eurogeneration, liebe E- und Ex-Migranten, wenn ihr das nächste Mal jemanden wie Massimo trefft: Erklärt ihm, dass die Welt sich verändert hat und dass eine bunte Mischung besser schmeckt als der alte Einheitsbrei.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;P.S. Da fällt mir wieder ein ganz anderer &lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/02/Capperi-che-eurogeneration&quot;&gt;Pizzabäcker&lt;/a&gt; ein...
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Anmerkung: Die Namen Massimo und Chez Massimò habe ich erfunden.&lt;/em&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Fotos: Veronica ArtMusic&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/01/07/Quel-pizzaiolo-col-passaporto-nella-testa-e-il-dovere-di-noi-e-migranti#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/01/07/Quel-pizzaiolo-col-passaporto-nella-testa-e-il-dovere-di-noi-e-migranti#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/143</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Napolistan</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/01/08/Napolistan</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:40c8ff5d7bed004ddbf44f2b67528ba1</guid>
    <pubDate>Wed, 09 Jan 2008 20:00:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://cafebabel.com/photos/economistJoin.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Mord an Benazir Bhutto nennt&lt;em&gt; The Economist&lt;/em&gt; Pakistan den gefährlichsten Ort der Welt. Aber mit seinen 115.000 Tonnen Müll, die unter freiem Himmel lagern, den wiederholten Zusammenstößen der Polizei mit verschiedenen Kriminellen, seinen Politikern unter Korruptionsverdacht könnte es ebensogut Neapel sein. Wie konnte es soweit kommen? Und wer ist dafür verantwortlich? Wie werden die anderen europäischen Länder mit ihrem Müllproblem fertig? Und wieso schafft Neapel das nicht? Eurogeneration und cafebabel.com eröffnen dazu jetzt die Diskussion – und zwar mit einer Provokation. Uns reicht es nämlich, uns Ex-Neapolitanern, E-Migranten und Babelianern.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie wir trotzdem die nötige Ironie nicht verlieren, zeigt uns Giulio Finotti in einem Video, das er für Beppe Grillo produziert hat. So sieht‘s aus, in Neapel.&lt;/p&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;355&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/HdYTEPo2wMI&amp;rel=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/HdYTEPo2wMI&amp;rel=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;355&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Bearbeitung des&lt;/em&gt; Economist&lt;em&gt;-Titelblatts von Cédric Audinot.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/object&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/01/08/Napolistan#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2008/01/08/Napolistan#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/142</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Ab 2008 heißt es: Ade Schreibmaschine!</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/12/13/Macchina-da-scrivere-addio-per-i-giornalisti-Nel-2008</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:db1b1d0c0844d8aa5ce57e3fd0cb3bff</guid>
    <pubDate>Fri, 14 Dec 2007 21:30:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 1em 1em 0; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/macchinascrivere.jpg&quot; /&gt;Es klingt beinahe surreal. Als Monica, eine Babelianerin, die hier in der Redaktion mitgearbeitet hat, mir das im Sommer erzählt hat, habe ich ihr nicht geglaubt: Wer in Italien das staatliche Examen für Journalisten machen will, schreibt dies – so bestimmt das noch aus faschistischen Zeiten stammende Pressegesetz – auf der Schreibmaschine. Genau, auf diesem lärmigen alten Ding, das ohnehin nur noch schwer aufzutreiben ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun hat der Ausschuss für kulturelle Angelegenheiten im Parlament einen &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://www.corriere.it/cronache/07_dicembre_12/esame_giornalisti_computer_24092ce2-a8dd-11dc-8e86-0003ba99c53b.shtml&quot;&gt;Gesetzesvorschlag&lt;/a&gt; von Pino Pisicchio, der eigentlich dem Justizausschuss vorsteht, angenommen, der die Schreibmaschinenvorschrift abschafft und Computer für die Prüfungen einführt. Willkommen im digitalen Zeitalter!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf diese erfreuliche Neuigkeit hin könnten wir doch auch gleich die Journalistenkammer abschaffen. Kürzlich habe ich an einer Sendung auf France Inter teilgenommen, &lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://www.radiofrance.fr/franceinter/em/transeuropeenne/&quot;&gt;Traneuropéenne&lt;/a&gt;, und als die Rede auf die Akkreditierungen kam, fiel auf, dass es Journalistenkammern nur noch Italien und in Portugal gibt. Und jetzt, wo auch das Symbol für den altmodischen angestaubten Journalismus abgeschafft wird, wozu brauchen wir da noch die Kammer?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Foto: Mark_66it&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/12/13/Macchina-da-scrivere-addio-per-i-giornalisti-Nel-2008#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/12/13/Macchina-da-scrivere-addio-per-i-giornalisti-Nel-2008#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/134</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Der Fall Meredith: Schluss mit der Anti-Erasmus-Propaganda!</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/12/07/Omicidio-Meredith-basta-con-la-fatwa-anti-Erasmus</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:c5f1994f640ed3974756eca84eb964c4</guid>
    <pubDate>Sat, 08 Dec 2007 02:03:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 1em 1em 0; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/.erasmus_s.jpg&quot; height=&quot;226&quot; width=&quot;240&quot; /&gt;Eine Warnung an alle Surfer: Erasmus ist gefährlich, kann zu Depressionen und in Einzelfällen auch zu Selbstmord führen. Zu diesem Urteil kommt &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://www.repubblica.it/2007/11/sezioni/cronaca/perugia-uccisa2/studenti-citta/studenti-citta.html&quot;&gt;Ilvo Diamanti in der italienischen Tageszeitung La Repubblica&lt;/a&gt;; er wird darin von Eugenio Scalfari in der Zeitschrift L‘Espresso unterstützt. Die Subkultur der „staatenlosen Jugend“ sei für den Mord an der englischen Austauschstudentin Meredith verantwortlich, der Anfang November in Perugia geschehen ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Diamanti ist die umbrische Provinzhauptstadt ein herausragendes Beispiel dafür, wie italienische Städte durch Erasmushorden entstellt werden und sich zu Un-Orten ohne „Recht, Ordnung und Autorität“ entwickeln. „In den Universitätsstädten [...] sind die Studenten nur auf der Durchreise. Sie haben keinen Bezug zur Stadt. Und sie haben auch nicht vor, dort den Rest ihres Lebens zu verbringen. Sie zahlen hohe Mieten für ein WG-Zimmer, das ihnen kein Zuhause sein kann.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob sich Diamanti im Klaren darüber ist, wie viele Studenten nach ihrem Erasmusaufenthalt wieder dorthin zurückkehren, wo sie das schönste Jahr ihres Lebens verbracht haben? Die oft sogar, wie ich, dort Arbeit finden, heiraten und sich eine Zukunft aufbauen, die ihnen Italien – wo die Zukunftsaussichten deprimierend sind – nicht bieten kann?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber Diamanti geht noch weiter: Die „staatenlosen“ Studenten verfügen über „keinerlei soziale Bindungen. Weder sind sie als Gesellschaft noch als Gemeinschaft zu betrachten. Sie bewegen sich in einem Netz oberflächlicher und meist nur kurzzeitiger Beziehungen. Eng aber unverbindlich.“
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist nun wirklich die Höhe, lieber, verehrter Herr Diamanti! Als ob Sie nicht wüssten, dass dank des Erasmusprogramms – 1,5 Millionen Studenten seit 1987 – eine Vielzahl dauerhafter Freundschaften, echter Liebesbeziehungen und sogar Familienplanungen entstanden sind (Fragen Sie meine Frau, eine Französin, die ich an der Luiss in Rom kennengelernt habe).
Durch Erasmus haben die Studenten endlich eine Chance, über den Tellerrand zu schauen, zu lernen, sich in anderen Sprachen zu verständigen und – auch wenn Sie das Gegenteil behaupten – sich in einem fremden Land zuhause zu fühlen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn unter 1,5 Millionen Menschen eine Person einem Mord zum Opfer fällt, muss man nicht gleich die größte Bereicherung des heutigen Studentenlebens mit dem Bann belegen. Das zeigt uns nur, dass Erasmus mittlerweile eine weit verbreitete Erfahrung ist, die – und das ist eigentlich gut so – immer mehr Menschen teilen können. Von nationalen Eigenbrötlern und den schönen Zeiten, „als alle immer nur unter sich waren“ will ich nichts mehr hören. Die Welt entwickelt sich weiter&lt;em&gt; et tant mieux&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;HIER GEHTS ZUR &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://apps.facebook.com/causes/view_cause/45757&quot;&gt;PETITIONSKAMPAGNE AUF FACEBOOK&lt;/a&gt;!&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/12/07/Omicidio-Meredith-basta-con-la-fatwa-anti-Erasmus#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/12/07/Omicidio-Meredith-basta-con-la-fatwa-anti-Erasmus#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/130</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Frankreich gegen England: mein erstes Rugbyspiel</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/10/14/Francia-Inghilterra%3A-la-mia-prima-partita-di-rugby</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:9d92b2bdd4f7179723835cd00be63172</guid>
    <pubDate>Sun, 21 Oct 2007 16:00:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/1426432023_0c6f2d8ed1.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Bevor ich in den Genuss kam, diese Weltmeisterschaft live mitzuerleben, hielt ich Rugby für eine unspektakuläre Sportart wie Kanu, Golf oder Bogenschießen. Nicht aber für ein gesellschaftliches Event, das Millionen von Zuschauern (am Tag des Halbfinales ganze 18 Millionen allein in Frankreich) fasziniert den Atem anhalten lässt, das die Pubs füllt und die gesammelte Aufmerksamkeit der Medien beansprucht. Also habe ich mich, nachdem die Vorrunde und die Viertelfinals völlig an mir vorbeigegangen sind, von einem befreundeten französisch-englischen Paar überreden lassen, die Partie Frankreich gegen England anzuschauen. Ein Halbfinalspiel ohne besondere Vorkommnisse, aber, zum meiner großen Überraschung, ziemlich faszinierend.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom Fussball an dröges Gekicke zum Unentschieden gewöhnt, muss ich zugeben, dass das Spiel mit dem ovalen Ball (erinnert ihr euch an einen Gummiball Marke &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://myspace-150.vo.llnwd.net/01524/05/18/1524578150_m.jpg&quot;&gt;Supersantos&lt;/a&gt;?) für sich schon einen Unterhaltungswert besitzt: Aufgeblasen zu riesigen Puppen rennen die Spieler wie die Hasen und scheinbar ohne Rücksicht auf Verluste diesem Ei hinterher – da gibt es keine schmerzverzerrten Blicke bei einem Streifschuss, wie sie Inzaghi so theatralisch zu interpretieren versteht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es hat Spass gemacht, mein erstes Rugbyspiel. Gemeinsam mit den Freunden aus Frankreich und England (vor allem er ist großer &lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://meleeouverte.cafebabel.com/fr/&quot;&gt;Rugbyfan&lt;/a&gt;), außerdem in Gesellschaft eines spanisch-amerikanischen Paares. Sie, eine Journalistin, seit kurzem erst in Paris und hier als Englandfan, genau wie er, der damit hinter dem Berg hielt, weil er die erbitterten Feindschaften zwischen den Fussballfans kannte – obwohl es das, wie mir alle bestätigten, beim Rugby nicht gäbe. Dazu kamen ein paar irische Freunde von mir aus Belfast, die natürlich auf Seiten Frankreichs standen und ein Spanier aus Sevilla, der sich die französische Trikolore auf die Backen gemalt hatte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wirklich eine schöne Sache, so ein Rugbyspiel. Vor allem, weil später in den Pubs die beiden Fangruppen gemeinsam feierten, ohne Maginotlinie, wie man das vom Fussball kennt. Und am Schluss, unglaublich aber wahr, sehe ich die siegreichen Engländer die unterlegenen Franzosen trösten. Wobei die, das ist in allen Sportarten so, einfach nicht verlieren können...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Foto: Manuel MC/Flickr.com&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/10/14/Francia-Inghilterra%3A-la-mia-prima-partita-di-rugby#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/10/14/Francia-Inghilterra%3A-la-mia-prima-partita-di-rugby#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/79</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>[Blog action day] Wie engagiert sind wir?</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/10/15/%5BBlog-action-day%5D-Siamo-o-non-siamo-una-generazione-impegnata</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:76b2763208c7bba21d4d9c0811cd37be</guid>
    <pubDate>Tue, 16 Oct 2007 04:19:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/blogactionday.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Wie engagiert ist die Jugend von heute? Immer mehr junge Leute machen die Rettung des Planeten zu ihrer Sache – doch lässt sich das vergleichen mit der Generation ihrer Eltern? Zum Blog action day, der sich in diesem Jahr Umweltfragen widmet, wollen wird dieser Frage nachgehen: Wie wichtig ist politisches Engagement, auch über den Umweltschutz hinaus?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die NGOs verzeichnen steigende Mitgliederzahlen, auch ihre Appelle, Demos, Konzerte (wie zuletzt Live Earth) finden zunehmend Akzeptanz. Im Unterschied zur 68er Generation haben die Jugendlichen von heute ein stärker ausgeprägtes Bewusstsein für die Missstände in der Welt. Sicher, so sexy wie auf der Demonstration im Mai 68, wo man sich in revolutionärer Pose fotografieren lassen kann, (wie auf dem Foto) oder im Kreis der Blumenkinder kommt man als Volontär in Afrika oder als Freiwilliger bei einer NGO meist nicht daher. Wahrscheinlich auch nicht als Teilnehmer einer Initiative wie des Blog action day, dessen Logo ich neben die Revoluzzerikone montiert habe.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sicher, es sieht effektvoller aus, am Boulevard Saint-Michel die Polizei mit Pflastersteinen zu bewerfen, als sich um nachhaltigen Konsum zu bemühen, den Standby-Geräten den Stecker zu ziehen oder sich für das Wahlrecht ausländischer Mitbürger einzusetzen. Ganz zu schweigen von den täglichen kleinen Gesten des Protests gegen ein überkommenes gesellschaftliches System. Aber ich denke hier - in einer anderen Dimension - auch an die verschiedenen zivilgesellschaftlichen Initiativen für eine föderale (Neu-)Ordnung Europas. Oder an Erasmus, mit dem wir den Alten Kontinent zu einem toleranten und offenen Miteinander umbauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weil ich nicht glaube, dass wir die Generation X sind, die an nichts mehr außer an sich selber glaubt. Die Generation vor uns mag stärker politisiert gewesen sein als wir, was aber nicht heißt, dass sie auch engagierter war.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 1em 1em 0; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/cuorineri.png&quot; /&gt;Postscriptum  (zur Politisierung):&lt;/strong&gt; Auf meinem Nachttisch liegt &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://www.cuorineri.it/&quot;&gt;Cuori neri&lt;/a&gt;,
ein Band von Luca Telese über die sogenannten „schwarzen“ Toten der &lt;a hreflang=&quot;it en&quot; href=&quot;http://it.wikipedia.org/wiki/Anni_di_piombo&quot;&gt;bleiernen
Jahre&lt;/a&gt;. Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger Jahre fielen allein
in Rom über hundert Menschen dem erbitterten Kampf
zwischen faschistischen und kommunistischen Fanatikern zum Opfer. Eines
der am meisten umkämpften Gebiete ist das Viertel Trieste-Salario, in
dem ich drei Jahre lang studiert habe. Wenn ich zurückdenke an die
Abende gegenüber der Gelateria an der Piazza Trieste (und an
unvergeßlichen Geschmack von Schokoladeneis mit Orangenstückchen),
erinnere ich mich auch an die Parole an der Wand über der Gelateria:
„Paolo vive“ ('Paolo lebt') stand da, und dahinter ein Hakenkreuz. Jetzt
erst begreife ich: „Paolo“ war „Paolo Di Nella“, ein militanter
Faschist und Umweltschützer (!), der hier am 9. Februar 1983 brutal
erschossen wurde, als er Plakate klebte für die Erneuerung eines
Stadtparks. Diese Zeit der extremen Politisierung und des brutalen
Terrors ist heute vorbei. Nur diese Parole stand noch da, als ich 2000
mit Nicola dell‘Arciprete dort saß und überlegte, wie wir mit einem
gemeinsamen europäischen Medium die italienische Öffentlichkeit unserer
Generation aus dem Dornröschenschlaf wecken könnten. Was daraus
geworden ist, lest ihr hier. Auch Schreiben kann Engagement bedeuten.&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/10/15/%5BBlog-action-day%5D-Siamo-o-non-siamo-una-generazione-impegnata#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/10/15/%5BBlog-action-day%5D-Siamo-o-non-siamo-una-generazione-impegnata#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/76</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Generation der &quot;Muttersöhnchen&quot; - aber warum?</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/10/09/Italiani-bamboccioni-colpa-di-chi</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:5acaae790a1faf2382f692b58b0948e2</guid>
    <pubDate>Sat, 13 Oct 2007 18:45:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;„Setzt die Muttersöhnchen endlich vor die
Tür!“ Mit dieser Parole bewirbt Tommaso Padoa Schioppa, der
italienische Finanzminister, sein neues Steuermodell, das junge Menschen mit Vergünstigungen dazu bewegen soll, von zu Hause
auszuziehen und eine eigene Wohnung zu mieten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie nennen uns „Muttersöhnchen“, Herr
Minister, aber:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;Wie viele von uns liegen wider Willen ihren
Eltern auf der Tasche, weil ihnen die zur &lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Gerontokratie&quot;&gt;Gerontokratie &lt;/a&gt;mutierte
italienische Gesellschaft keine Chance gibt?&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;Wie viele von uns haben nach einem meist viel zu
kurzen Aufenthalt im Ausland den Absprung geschafft und sind nicht
ins elterliche Nest zurückgekehrt?&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;p&gt;Und wie vielen von uns gelingt es, sich in einem
anderen Land über Wasser zu halten, ohne Unterstützung von
zu Hause, wenn ihnen die Pizzeria, in der sie abends jobben, kündigt,
weil sie nicht gleichzeitig arbeiten und fürs Examen lernen
können?&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p class=&quot;western&quot;&gt;Sie haben schon recht, Herr Minister, wir sind
eine Generation von Muttersöhnchen, aber das ist weder unsere
Schuld, noch, wie sie behaupten, die die der Achtundsechziger („zu
viele Freiheiten“). Die Verantwortung trägt vielmehr eine
Gesellschaft, die die über Vierzigjährigen noch wie
unmündige Jugendliche behandelt, die von Korruption durchzogen
ist und sich mit jedem Tag mehr gehen lässt.
&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/10/09/Italiani-bamboccioni-colpa-di-chi#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/10/09/Italiani-bamboccioni-colpa-di-chi#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/73</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Einfach ausgeschnitten: Die Türkei auf dem Euro</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/26/E-il-Consiglio-taglia-la-Turchia-dalle-monetine-di-euro</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:0da66ae91b67191949581a798235e4f8</guid>
    <pubDate>Wed, 10 Oct 2007 16:34:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;Gehört die Türkei nun zu Europa oder nicht? Diesmal haben die üblichen, meistens eher inhaltsleeren philosophisch-geographischen Debatten innerhalb der europäischen Instititionen immerhin zwei pdf-Dokumente produziert. Darin: ein neues Gesicht für den Euro.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/Euro_Council_Commission_2.bmp&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der einen Seite der Entwurf der Europäischen Kommission, die vorschlägt, die Türkei inklusive Anatoliens in die Europakarte einzugliedern (&lt;em&gt;rechts&lt;/em&gt;). Auf der anderen der Vorschlag des Rates der europäischen Union, in dem die einzelnen Staaten repräsentiert sind und der das Land ganz diskret ‚unter den Tisch‘ fallen lässt (&lt;em&gt;links&lt;/em&gt;). Wer das nicht glaubt, findet im Anhang die entsprechenden Dokumente.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angestoßen haben die Kontroverse zwei Europaabgeordnete der &lt;em&gt;Radicali Italiani&lt;/em&gt;, Marco Cappato und Marco Pannella, mit ihrem Antrag, antitürkische Münzen aus dem Verkehr zu ziehen. Denn auf den Euros aus den ersten Mitgliedsstaaten der EU, die wir alle in unseren Geldbeuteln haben, ist ein kleines Stück Türkei zu sehen. Auf den Münzen, die z.B. in Slovenien im Umlauf sind, das seit dem 1. Januar zu Euroland gehört, ist die Türkei hingegen verschwunden. Auf Veranlassung des Rates. Nun fordern die &lt;em&gt;Radicali&lt;/em&gt;, diese 31 Milliarden Münzen umgehend auszutauschen. Ein kühner Plan ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber, wenn wir mal vom Europa auf der Münze absehen, was sollen wir vom geplanten EU-Beitritt der Türkei halten? Noch ist nichts entschieden, die Verhandlungen gehen weiter und auch in den &lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://community.cafebabel.com/forum/topic/126/&quot;&gt;Foren von cafebabel.com&lt;/a&gt; wird heiß diskutiert. Ich kann nur sagen, dass ich während meines Erasmusjahres einen netten Jungen aus Istanbul kennengelernt habe, Dogan Mert, den ich hier grüße und von dem ich nicht behaupten könnte, dass mir seine Kultur fremder erschienen sei als zum Beispiel die deutsche oder die schwedische. Um ehrlich zu sein, er kam mir fast ein bisschen neapolitanisch vor...
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da sieht man es wieder, &lt;a hreflang=&quot;de&quot; href=&quot;http://www.cafebabel.com/de/article.asp?T=T&amp;amp;Id=9984&quot;&gt;wie schon bei Erri De Luca&lt;/a&gt; zu lesen war: Die mediterrane Identität ist doch stärker als jede andere. Aber das ist ja wohl ein anderes Thema... oder?&lt;/p&gt;</description>
    
          <enclosure url="http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/Face_propos_e_par_la_Commission.pdf"
      length="215237" type="application/pdf" />
          <enclosure url="http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/Face_propos_e_par_le_Conseil.pdf"
      length="558951" type="application/pdf" />
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/26/E-il-Consiglio-taglia-la-Turchia-dalle-monetine-di-euro#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/26/E-il-Consiglio-taglia-la-Turchia-dalle-monetine-di-euro#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/65</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Hinfahren oder Heimkommen? Das Dilemma des Migranten</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/30/Vado-o-torno-Il-dilemma-del-migrante</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:2a9ef79d7cc6d17701cc7323aee374ba</guid>
    <pubDate>Mon, 08 Oct 2007 16:08:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://farm1.static.flickr.com/179/434439223_66bd10689b.jpg?v=0&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es ist schon zum Ritual geworden. Wenn das Flugzeug hält und alle aufstehen, um ihre Sachen zusammenzusammeln, tausche ich die französische SIM-Karte mit der italienischen. Es ist, wie wenn bei internationalen Einsätzen das Kommando wechselt: Eine neue Fahne wird aufgezogen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da bin ich also. In Neapel, am Flughafen Capodichino. Schön, dass du wieder da bist, höre ich die Freunde sagen. Aber, wie ist das eigentlich: Fährt man hin in die Heimat oder kommt man zurück? Wir Babelianer der Eurogeneration kennen das Nomadendasein, aber in dieser Frage sind wir zwiegespalten. Die einen sehen das vernünftig: Mein Leben spielt sich jetzt in Paris ab und manchmal &lt;em&gt;fahre &lt;/em&gt;ich &lt;em&gt;nach &lt;/em&gt;Cava. Aber dann schleicht sich doch wieder das Gefühl des &lt;em&gt;Heimkommens &lt;/em&gt;ein, und oft klingt das, als würde man eine Schwäche eingestehen. Als suchten wir eigentlich nach einem Ithaka, an dem wir früher oder später wieder landen wollten. Ein geheimer, ein mythischer Ort, an dem wir unsere Erinnerungen aufbewahren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lange habe ich darauf bestanden zu sagen: Ich &lt;em&gt;fahre nach &lt;/em&gt;Cava, ich &lt;em&gt;komme &lt;/em&gt;nicht &lt;em&gt;heim&lt;/em&gt;. Fast zehn Jahre lebe ich schon nicht mehr dort. In Paris bin ich seit fünf Jahren, und langsam fühle ich mich heimisch. Also mache ich nur einen Besuch in Cava. Aber ist es wirklich dasselbe, wie wenn ich sage, ich fahre nach Tallinn oder nach Havanna? Wahrscheinlich brauchen wird dafür ein neues Verb, das erst erfunden werden muss: Es müsste ein dynamisches Verb sein, eine Art Zwitter aus Hin- und Herkommen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;P.S. Bin ich etwa der einzige, der sich diese Gedanken macht?&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/30/Vado-o-torno-Il-dilemma-del-migrante#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/30/Vado-o-torno-Il-dilemma-del-migrante#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/63</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Als Italiener in Paris: Eurogeneration oder Arbeitsmigrant?</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/07/07/Italiani-allestero%3A-immigrati-o-eurogeneration</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:75c49fda39b7a8fe3e1669e0edb2191f</guid>
    <pubDate>Sat, 06 Oct 2007 12:39:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
        <category>* paris * immigration * labour * photography * lifestyle * france * italy * italian way of life * giornalismo</category>    
    <description>    &lt;p&gt;Wenn Italiener ins Ausland gehen, hat das seine Gründe. Die wenigsten verlassen ihre Heimat aus purer Neugierde, weil sie die Reiselust packt oder sie neue Herausforderungen suchen. So wie die Mehrzahl der jungen Westeuropäer, die es heute dank der Mobilitätsprogramme der EU zum Studieren oder Arbeiten in die Hauptstädte des Alten Kontinents zieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Entschluss, wegzugehen, ist in Italien meist aus der Not geboren. Aus der Enttäuschung über eine korrupte, oder noch schlimmer, eine von familiären Verflechtungen dominierte Gesellschaft. Im Süden des Landes herrscht die Vetternwirtschaft nahezu unumschränkt und im Prinzip hat sie ganz Italien im Griff. Sie erinnert nicht zufällig an das, was Roberto Saviano in &lt;em&gt;Gormorrha &lt;/em&gt;‚das System‘ nennt: eine Gesellschaft, in der Einzelinitiativen unterdrückt und das Leistungsprinzip ignoriert werden, die ihre kreativen Köpfe zuerst unauffällig an den Rand und dann ins Abseits drängt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Ausland hört man dann Geschichten von frustrierten Chirurgen, die es leid sind, auf der Wartebank zu sitzen, da „der Professor ohnehin nur seine Verwandtschaft unterrichtet“, wie mir kürzlich ein Freund erzählte. Von Journalisten, die das Gerede von mindestens zwanzig Jahren Erfahrung nicht mehr hören wollen, wenn sie in Frankreich mit 21 Jahren schon ihre erste Reportage veröffentlichen können. Von Mozzarellaverkäufern, die sich lieber in Paris als fliegender Händler verdingen, anstatt zuhause um einen Hungerlohn für mehr oder weniger ‚schmutzige‘ Jobs betteln zu müssen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gesichter, die Andrea Decovich und Valentina Maccarinelli hier eingefangen haben, erzählen zum Glück &lt;em&gt;andere &lt;/em&gt;Geschichten. Von der Liebe zu Paris, von Träumen, die wahrgeworden sind. Und von der Leidenschaft, seinen eigenen Weg zu machen. Aber sie lassen ahnen, dass ihr eigenes Bel Paese – und Italien ist wirklich ein schönes Land! – dort, wo die Wirtschaft sich auf das Nullwachstum einpendelt und die Löhne nur ein schlechter Scherz sind, nicht mehr allzu schön sein kann...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/001.jpg&quot; /&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;© 2007 Decovich&amp;amp;Maccarinelli/ &lt;a hreflang=&quot;it en&quot; href=&quot;http://www.photocast.org/&quot;&gt;PhotoCast.org&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/002.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© 2007 Decovich&amp;amp;Maccarinelli/ &lt;a hreflang=&quot;it en&quot; href=&quot;http://www.photocast.org/&quot;&gt;PhotoCast.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/003.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© 2007 Decovich&amp;amp;Maccarinelli/ &lt;a hreflang=&quot;it en&quot; href=&quot;http://www.photocast.org/&quot;&gt;PhotoCast.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/004.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© 2007 Decovich&amp;amp;Maccarinelli/ &lt;a hreflang=&quot;it en&quot; href=&quot;http://www.photocast.org/&quot;&gt;PhotoCast.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/005.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© 2007 Decovich&amp;amp;Maccarinelli/ &lt;a hreflang=&quot;it en&quot; href=&quot;http://www.photocast.org/&quot;&gt;PhotoCast.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/006.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© 2007 Decovich&amp;amp;Maccarinelli/ &lt;a hreflang=&quot;it en&quot; href=&quot;http://www.photocast.org/&quot;&gt;PhotoCast.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/007.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© 2007 Decovich&amp;amp;Maccarinelli/ &lt;a hreflang=&quot;it en&quot; href=&quot;http://www.photocast.org/&quot;&gt;PhotoCast.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/07/07/Italiani-allestero%3A-immigrati-o-eurogeneration#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/07/07/Italiani-allestero%3A-immigrati-o-eurogeneration#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/60</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>Die Post-Erasmus-Depression</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/15/Depressione-post-Erasmus</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:20bc553882fd232e29d2c2ad90e45060</guid>
    <pubDate>Thu, 04 Oct 2007 12:33:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>Laura</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;Wieder ist September. Reisezeit für die 400.000 europäischen Studenten, die für ein Erasmusjahr in einer von Hunderten Universitätsstädten ihre Zelte aufschlagen werden. Gleichzeitig ist es aber auch die triste Zeit der Rückkehr (zur Routine) für die etwa 350.000, die mit dem vergangenen Studienjahr unvergleichliche Erfahrungen gemacht haben, die meistens ihr Leben verändern werden. Zumindest für ein weiteres Jahr (oder ein Semester). Denn nun heißt es, die alten Gewohnheiten wieder aufzunehmen und dann ist sie da, die ‚Post-Erasmus-Depression‘.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gibt man den Ausdruck bei Google ein, erscheint keine einzige psychologische Seite (nicht einmal eine pseudopsychologische). Dafür bin ich bei der Suche auf die intelligente Diplomarbeit von Fiorella de Nicola gestoßen, &lt;a hreflang=&quot;it&quot; href=&quot;http://www.sodeni.it/erasmus/nota.html&quot;&gt;Die Antropologie des Erasmusprogramms&lt;/a&gt;. Wie es der Zufall will, stammt Fiorella – die ihr Erasmusjahr 2004/05 in Alicante verbracht hat – aus demselben Ort wie ich, aus Cava de‘ Tirreni. (Ich habe mir einn Spaß erlaubt und die beiden Städte zu einer Collage zusammengefügt. So schön die unsere ist, aber ob Fiorella dieselben Erkenntnisse gewonnen hätte, wenn sie nach Helsinki gefahren wäre?)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://eurogeneration.cafebabel.com/public/eurogeneration/.alicante-cava_m.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Foto: Pedro Prats Michael Khoo/Flickr.com&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In jedem Fall gelingt ihr ein äußerst scharfsinniges Bild des Seelenlebens der Erasmusstudenten in den letzten Tagen ihres Aufenthalts:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;„Noch wissen sie nicht, dass sie zuhause das ‚Post-Erasmus-Syndrom‘ erwartet. Wie grässlich ihnen alles erscheinen wird, die Stadt eiskalt (oder unerträglich heiß), die Universität unglaublich langweilig, das Fernsehprogramm unendlich öde, die Freunde stessig – es steht ihnen eine Riesendepression bevor, von den Ausmaßen eines Hochhauses in Kuala Lumpur. Alles, was nicht Erasmus ist, erregt ihre Abscheu. So erleben es alle, wenngleich in unterschiedlicher Intensität und Dauer. Und da ein Syndrom einen Übergangszustand bezeichnet, kann, besser: muss dieser sogar eine Weile andauern. Aber genauso muss er auch sein Ende haben, um nicht in Melancholie überzugehen.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überzeugend ist auch, was sie über den veränderten Begriff von Identität schreibt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Alles in allem handelt es sich um eine Erfahrung der ‚Entfremdung‘, der Heimatlosigkeit. Und dies nicht, weil wir keine Heimat hätten (so pathetisch das klingen mag). Sondern weil es nunmehr zwei Heimaten sind – oder zumindest mehr als eine: unsere eigentliche, in der wir geboren und aufgewachsen sind. Und die, die uns für ein oder zwei Semester ‚adoptiert‘ hat und die auch die Heimat unserer Freunde ist: Deutsche, Franzosen, Portugiesen, Mexikaner, Engländer, Skandinaven, Amerikaner, Kanadier – in Alicante hatten wir unser gemeinsames Zuhause. Und so sind auch, auf eine sonderbare Weise, ihre Heimat, ihre Kultur und ihre Freunde zu einem Teil unserer selbst geworden. Das Gerede von europäischer Identität ist also nicht nur Gerede.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ist da was dran? Und wie kommt man aus der ‚Post-Erasmus-Depression‘ wieder heraus? Das ist eine Frage für Eurogeneration. Die Diskussion ist eröffnet.&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/15/Depressione-post-Erasmus#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/09/15/Depressione-post-Erasmus#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/59</wfw:commentRss>
      </item>
    
  <item>
    <title>So sehen wir das: die Eurogeneration</title>
    <link>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/06/06/I-nostri-occhi</link>
    <guid isPermaLink="false">urn:md5:38feedd6ec4ab5b5bf69a03752f99328</guid>
    <pubDate>Thu, 04 Oct 2007 11:37:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>Adriano</dc:creator>
        <category>Ideen</category>
            
    <description>    &lt;p&gt;Sie ist ein Kind des Erasmusprogramms, des Interrail und der Rucksackreisen. Vielleicht hat sie sich auch nur eine Neugier homerischer Tradition zu eigen gemacht (remixed by Radiohead, please). Sie lässt sich von der Vielfalt begeistern und bleiben ihren Wurzeln treu. Mit ihrer (mentalen) Software hat sie die Ländergrenzen längst aufgehoben. Sie sagt von sich, sie spreche mehr als eine Sprache - von &lt;em&gt;fremden &lt;/em&gt;Sprachen ist keine Rede mehr. Manch eine(r) hat auch im Bett schon eine andere als die Muttersprache benutzt. Weil man sich dann besser versteht. Und weil man sich besser durchsetzen kann. Ihr erstes Gehalt bekam sie in Euro. Und wenn nicht, so genießt sie es zumindest, das Pint in Dublin und das Couscous in Paris mit derselben Münze zu bezahlen – auch wenn die immer teurer wird. Sie reist ohne Pass und weiß, noch immer leben andere ganz ohne Papiere.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie will sich austauschen, Eurogeneration mit Eurogeneration. Diskutieren und träumen von dem Europa, das sie sich wünscht - und das sie gerade aufbaut. On the ground.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von diesem Europa, dem Europa der ersten Eurogeneration, will dieses Blog erzählen. Es will Eindrücke und Ideen sammeln und den neuen Weg des Alten Kontinents mit einem kritischen Blick begleiten. Das alles in der entspannten Atmosphäre eines Cafés, s'il vous plaît.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Übersetzung: Laura Wilfinger&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;</description>
    
    
    
          <comments>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/06/06/I-nostri-occhi#comment-form</comments>
      <wfw:comment>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/post/2007/06/06/I-nostri-occhi#comment-form</wfw:comment>
      <wfw:commentRss>http://eurogeneration.cafebabel.com/de/feed/rss2/comments/56</wfw:commentRss>
      </item>
    
</channel>
</rss>