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16

11

2007

Im Herzen von Wikipedia und weitere News aus Florida

Ich verlasse Tampa in Florida: bereichert durch viele neue außergewöhnliche Erfahrungen.

Wikipedia – eine großartige Sache und das als no-profit-Organisation! Am Freitag traf ich Sandy Ordonez, die Pressesprecherin der Wikimedia Foundation. Von ihr erfahre ich viel Neues über diese beeindruckende Organisation, die die allseits bekannten Webseite Wikipedia verwaltet.

Das muss man sich erst vorstellen: Mit nur zwölf Angestellten verfügen sie über einen Betrag von etwa 1,5 Millionen Dollar, das auch Dank einer Reihe von Individualspenden von im Schnitt 25$. Wie machen die das? Die Grundidee ist so einfach wie universell: Wissen soll jedem und kostenfrei zur Verfügung stehen. Um das zu gewährleisten, sind die freien Mitarbeiter von Wikipedia an jeder Phase des Projekts beteiligt. „Jede einzelne Pressemitteilung, die wir herausgeben“, erklärt Sandy, „wird zuerst in einer Gruppe von fünfzig ausgewählten Mitgliedern von Wikipedia abgestimmt“. Das würde ich mir für cafebabel.com auch so wünschen! „Es ist nicht einfach, immer das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen Kompromissbereitschaft und der Notwendigkeit, eine Entscheidung zu treffen.“

Im Eingangsbereich der Wikimedia Foundation: das Büro hat etwa 100 m2, vorne eine Karte mit allen Wikipedia-Logos. Im Januar 2008 wird die Stiftung nach San Francisco umziehen. In der Bucht von Tampa hat auch die Wikia ihren Sitz, die Gesellschaft von Jimmy Wales, dem Gründer von Wikipedia.

 

„Links unsere Fundraising-Strategie. Da hat Wikipedia gerade eine neue Kampagne gestartet. Rechts: Fanpost aus der ganzen Welt.“


St. Petersburg Times – wenn Qualitätsjournalismus in der Lokalpresse beginnt. Hier habe ich Bill Duryea getroffen (links auf dem Foto mit einem Zuckertütchen von cafebabel.com in der Hand). Er ist Redakteur und hat mir ausführlich die Geschichte einer der beliebtesten Lokalzeitungen der Vereinigten Staaten erzählt (siehe auch den Bericht von den New York Times). Die St. Petersburg Times stützt sich auf ein ausgeklügeltes Geschäftsmodell: Zuletzt hat sie eine kostenlose Tageszeitung für Jugendliche und eine Zeitschrift mit Gesundheitstipps für Frauen herausgebracht. Dabei verdankt sie ihr hohes Niveau ihrer besonderen Gewichtung der Lokalnachrichten aus Florida ebenso wie der nationalen und internationalen News.


Poynter Institute – die Kaderschmiede für Nachwuchsjournalisten. Das Poynter ist eine sehr rennomierte Einrichtung, die Ausbildungsmöglichkeiten für Journalisten bietet und sie dabei interessante Recherchen anstellen lässt (siehe dazu die Studie über die Leserperspektiven). Ich habe mich hier mit Bill Mitchell, dem Redakteur von Poynter on-line, und Howard Finberg, dem Redakteur von Newsu.org, unterhalten. Während die eine Webseite aufschlussreiche Diskussionen und Anaysen zum Journalismus sowie Stellenangebote im Bereich der Medien bietet, kann man auf der anderen an einem prima Online-Training für Jungjournalisten teilnehmen. Kostenlos und sehr nützlich.

Noch eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: morgen muss ich um fünf Uhr aufstehen. Dafür gibts zwei gute: Heute abend war ich bei Giusy eingeladen. Sie stammt aus Sizilien, hat aber auch in Neapel gelebt und hat mich zusammen mit ihrem amerikanischen Freund Chris zu einem after dinner mit kalter Schokolade und Abbracci, einem „Andenken an Italien“ eingeladen (siehe das Foto von Chris). Außerdem fliege ich morgen nach NYC zum letzten Etappenziel meiner USA-Reise. Ich bin völlig erledigt, aber trotzdem sehr froh, dieses fantastische Abenteuer erleben und mit euch teilen zu können. Ihr dürft mir also viel Glück für die letzte Runde wünschen!

08

11

2007

On the road 2.0 - meine Reise mit google maps

Hier ein Versuch von mapping journalism mit Kurzberichten über die interessantesten Begegnungen in Washington und in San Francisco. Wie findet ihr das? Wenn euch das gefällt, werde ich die Karte weiterhin aktualisieren. Als nächstes geht es nach Tampa und nach New York.

Mit "View larger map" lässt sich das Bild vergrößern.


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02

11

2007

Auf dem Lehrplan der American University: cafebabel.com

Erster Programmpunkt: Ein Treffen an der American University mit Professor Shalini Venturelli, die aus Lucca in Italien stammt und hier die Abteilung für Internationale Kommunikation leitet. Wir unterhalten uns kurz in ihrem Büro und dann sagt sie: „Jetzt gehen wir unterrichten“. „Was heißt: wir?“, frage ich.

Wenig später stehe ich vor einem Kurs mit etwa dreißig Studenten aus der ganzen Welt und spreche über die Medien in Europa, zeige ihnen die Homepage von cafebabel.com (auch EUrotik und die Slideshow von Komikazen, die richtig Eindruck macht). Das Publikum ist ebenso interessiert wie interessant: Amerikaner, Asiaten, Europäer, ...

Danach beginnt die Professorin mit dem eigentlichen Unterricht: Es geht um die Tendenzen in der Kulturpolitik in den USA, in Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Das Beispiel USA erweist sich als besonders aufschlussreich im Vergleich zur europäischen Union: Auch für die Schule von Chicago stellte sich die Frage nach dem Gemeinschaftsgefühl in einem mulitikulturellen Land. Eine Antwort geben die Massenmedien. Kommt euch das bekannt vor?

Das Merchandising ist übrigens genial: Und das T-Shirt der ersten amerikanischen Universität, an der cafebabel.com auf dem Lehrplans steht, musste ich natürlich haben!